In der Intensivklasse der Albert-Einstein-Schule sind in den letzten Wochen zahlreiche Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aufgenommen worden. In dieser internationalen Gruppe lernen sie ihre ersten Wörter auf Deutsch und bereiten sich auf den Übergang in eine reguläre Klasse vor. Das Interesse an ihnen und die Hilfsbereitschaft der Schülerschaft der Albert-Einstein-Schule ist enorm:Viele mit russischen oder ukrainischen Wurzeln verbringen derzeit ihre Freistunden freiwillig in der Intensivklasse und helfen den neuen ukrainischen Schülern beim Deutschlernen.

Ein Beispiel ist Artemiy Glebov aus der 10c, der zu Hause Russisch sowie Deutsch spricht und problemlos für die neuen Schüler:innen zwischen beiden Sprachen dolmetschen kann. Er selbst meint dazu: "Ich komme aus Russland und seit fast drei Jahren wohne ich in Deutschland. Vor zwei Jahren habe ich selbst die Intensivklasse besucht, und es war eine sehr gute Lebenserfahrung. Da ich die ganze Situation, die gerade in der ganzen Welt passiert, kenne, war es für mich ein besonderes Anliegen, neuen den ukrainischen Schüler:innen beim Lernen der deutschen Sprache zu helfen.Sie sprechen nämlich neben Ukrainisch auch Russisch und ich glaube, dass es uns verbindet. Deswegen verbringe ich im Moment viele meiner Freistunden in der Intensivklasse und versuche insbesondere den ukrainischen Geflüchteten zu helfen.
Ich weiß aus Erfahrung, dass es ohne Unterstützung sehr schwierig ist zu lernen, besonders wenn die Sprache völlig neu und ungewohnt ist. Deshalb bin ich bereit, den ukrainischen Schüler:innen zu helfen, bis sie die Intensivklasse beenden."

Artemiy Glebov ganz rechts neben zwei ukrainischen Schülern

An der Albert-Einstein-Schule gibt es seit dem 01.04. eine neue (zweite) Intensivklasse, in der vor allem geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche angefangen haben Deutsch zu lernen. Die Klasse 6c unter der Leitung von Frau Meyer hat sich überlegt, wie sie die neuen ukrainischen Schüler:innen unterstützen könnte, und hat Geld für Schulmaterial gesammelt. Mit einem riesigen Berg an Schnellheftern, Heften, Buntstiften, Scheren, Kugelschreibern etc. hat die Klasse 6c am 6.4. die neue Intensivklasse besucht und an der Schule willkommen geheißen.

Von dem praktischen Willkommensgeschenk war die Intensivklasse sehr begeistert, denn z.T. haben die Kinder dort nur einen Kugelschreiber und einen Block dabei. Schere, Kleber, Lineal...es fehlte noch so manches. Nun aber ist jede und jeder sehr gut ausgestattet. Es ist so viel zusammengekommen, dass auch neue Schüler:innen, die nach den Osterferien in die Intensivklasse einsteigen werden, problemlos mitversorgt werden können.

Ein ganz herzliches "Spasybi" (Ukrainisch für "Dankeschön") an die Klasse 6c für ihre Sammelaktion!

 Die Klasse 6c in der neuen Intensivklasse  Carlotta 6c zeigt was die Klasse alles gespendet hat

Das Abitur rückt in greifbare Nähe und damit auch die Zeit, in der unsere Schule / unser Schulhof ihr / sein Aussehen durch die zahlreichen Abiplakate / Abibetttücher für die Abiturienten verändert.
Damit das Anbringen der bunten Glückwünsche der Familien für die Abiturientinnen und Abiturienten nicht ungewollt zu Problemen führt, bitte ich darum, folgende Regelungen zu beachten:

  • Die Plakate/ Tücher können ab dem 25.04.22 (Montagnachmittag / 15.00 Uhr) möglichst in Absprache mit den Hausmeistern angebracht werden.
  • Was absolut verboten ist, ist das Anbringen mit Dübeln/ Schrauben oder Nägeln an den Wänden des Gebäudes. In der Vergangenheit wurde die Wand an einigen Stellen zum Ärger von Schulträger und Schule auf diese Art beschädigt.
  • Auch die Verwendung von (braunem) Paketklebeband ist verboten, da die Klebstoffreste sich im Nachhinein nicht mehr vom Untergrund entfernen lassen (oder nur so, dass Spuren zurückbleiben).
  • Alle durch Bilder/Fresken bemalten Bereiche müssen geschützt, dürfen also nicht beklebt werden.
  • Die Fahnenmaste sind für feierliche Anlässe gedacht, der Schulträger weist uns an, wann wir beflaggen müssen (oder erlaubt, wann wir es dürfen). Und das ergibt sich oft sehr kurzfristig (z.B. beim Tod einer zu würdigenden Persönlichkeit). Daher sind auch die Maste tabu.
  • Ebenfalls tabu ist der überdachte Bereich rechts vom Haupteingang (vor der Hausmeisterwerkstatt). Die Decke der Überdachung ist mit Holzpaneelen verkleidet, daher ist jedes Plakat eine potenzielle Brandquelle und der Bereich ist vom Schulträger als Verbotszone vorgegeben.
  • Im Gebäude wollen wir keine Plakate haben (Brandschutz!), daher werden die Hausmeister auch in diesem Jahr auf dem Schulhof viele Meter Kabel spannen, an denen Plakate angebracht werden sollen.

Ich weiß, dass das nun viele Vorgaben sind, aber wir haben in den letzten Jahren einige Schäden an den Wänden des Schulgebäudes gehabt und wollen das in diesem Jahr vermeiden. Zudem sind die Brandschutzvorgaben eindeutig und das Anbringen von Plakaten im Gebäude (auf Fluchtwegen) ist darum verboten.

Wenn diese Vorgaben beachtet werden, dann können wir uns als Schulgemeinde alle über diese besondere „bunte Zeit“ an der AES freuen.
Ich danke Ihnen im Voraus.


i.A. Markus Holz
-stellvertr. Schulleiter-

 

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Das Sekretariat ist in den Osterferien nicht besetzt!

Am vergangenen Freitagvormittag, 25.3., besuchte die Intensivklasse der AES die Ausstellung von Kunstwerken und Bildern zweier mongolischer Künstler in der Stadtgalerie in Bad Soden. Michael Marks, der Kurator der Ausstellung (auf dem Bild im Hintergrund) öffnete eigens für die Intensivklasse die Ausstellungsräume, die man eigentlich nur nachmittags besuchen kann. Themen der Bilder und Skulpturen waren die Berührung von Mensch und Natur sowie Verlust geliebter Menschen und Sehnsucht nach ihnen: Themen, die auch die Jugendlichen der Intensivklasse ansprachen. Unter den Schülerinnen und Schülern der Intensivklasse befinden sich aktuell mehrere geflüchtete ukrainische Jugendliche, für die Verlust und Sehnsucht gerade allgegenwärtig ist.

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In der Intensivklasse lernen Kinder und Jugendliche aus aller Welt, die neu nach Deutschland gekommen sind, gemeinsam Deutsch. Sobald sie gute Grundlagen der Sprache erworben haben, besuchen sie eine Regelklasse. Die Intensivklasse setzt sich derzeit zusammen aus Kindern und Jugendlichen aus Korea, Frankreich, dem Kosovo, Tschechien, der Mongolei, Bosnien, Serbien, China und nun auch vielen aus der Ukraine.

Das Lieblingsmotiv der Ausstellung? Für Yan, 15, aus der Ukraine, sowie für Naidan, 16, aus der Mongolei, ist die Antwort klar: Ein Bild ganz ohne Menschen, das einen geradlinigen, sich in weiter Ferne verlaufenden unbefestigten Weg durch die grandiose mongolische Steppe zeigt.

 

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