An diesem Schultag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus. Die Eltern wurden darüber in einem Elternschreiben informiert.

Es wurden auf unterschiedlichen Stufen Begriffe geklärt und es wurde darüber diskutiert, wo diese Probleme im schulischen Kontext auftreten und wie damit umgegangen werden kann. Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt zudem die Gelegenheit, sich auch kreativ mit dem Thema zu beschäftigen.

 

 

Die Idee zum so genannten "SPREAD-Projekt" wurde entwickelt von der "Gruppe OKTOOBER" (nähere Informationen hierzu unter www.spread-projekt.net).

Die dabei gestalteten Blätter wurden an verschiedenen Stellen der Schule nebeneinandergehängt und zeigen eindrucksvoll die vielfältige und intensive Beschäftigung mit diesen Themen.

 

 

Am Ende des Tages stand eine Abstimmung: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Angestellten erhielten die Gelegenheit, zu drei Aussagen Stellung zu beziehen:

  1. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.“
  2. „Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.“
  3. „Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.“

Diese Sätze sind von der Organisation „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ formuliert worden. Sie dienen als Selbstverpflichtung eines jeden Einzelnen, sich für eine diskriminierungsfreie Schule einzusetzen.

Das Ergebnis der Abstimmung war deutlich: 79% stimmten der ersten Aussage zu, 90% der zweiten und 76% der dritten.

Damit haben wir als Lernende und Lehrende an unserer Schule eine sichere gemeinsame Grundlage für unser schulisches Zusammenleben gefunden: Wir wollen an der AES keine Ausgrenzung, wir wollen keine Diskriminierung und wir wollen keinen Rassismus und sind bereit, inner- und außerschulisch mit Zivilcourage auftreten.

 

 

Diese überwiegende Überzeugung zu festigen und in Handeln zu konkretisieren, wird die Aufgabe der nächsten Jahre sein. So wollen wir auch im kommenden Schuljahr offiziell den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erwerben, unter dem sich bundesweit bereits mehr als 2700 Schulen zusammengefunden haben.

 

 

Eine endgültige Abstimmung darüber mit einer Unterschriftenliste war aufgrund der neuen datenschutzrechtlichen Bestimmungen noch nicht möglich.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung dieses großen Anliegens und werden Sie über den Fortgang unserer Arbeit an diesem Thema auf dem Laufenden halten.

 

 

Anke Horn, Schulleiterin

Fotos: Dr. Hartwig Moellencamp

 

 

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