Zunächst ging es zum Rententurm, dessen im Keller gelegenes Gefängnis einer der Orte war, wo nach dem Frankfurter Wachensturm 1833 einige der verhafteten Revolutionäre einsaßen.

Nach einem Abstecher zur Paulskirche, dem Tagungsort der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, ging es dann ins Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt, wo derzeit die Ausstellung „Auf die Barrikaden! Paulskirchenparlament und Revolution 1848/49 in Frankfurt“ zu sehen ist.

Hier konnten nun anhand spezieller Fragen zahlreiche Bereiche der Demokratiebewegung in Deutschland in ihrer konkreten Ausprägung in Frankfurt entdeckt und untersucht werden: Von der Situation im Vormärz über die Politisierung der Gesellschaft und die Rolle der Presse dabei, die Vorbereitung und Tagung der Nationalversammlung, den Sturm auf die Paulskirche und die Barrikadenkämpfe in Frankfurt im September 1848 bis zur Niederschlagung der Revolution und den dennoch weiter betriebenen Reformbemühungen im Stadtstaat Frankfurt.

Dabei wurde an verschiedenen Beispielen auch die schwierige Frage der Gewalt differenziert thematisiert und es wurde deutlich, dass auch bei diesem Einsatz für Demokratie keineswegs eine klare „Gut/Böse“-Aufteilung vorzufinden ist, wie neben der Empörung über einen Waffenstillstand bzgl. der Schleswig-Holstein-Frage und der Forderung nach „ehrenhaftem“ Krieg auch am Beispiel eines brutalen Doppelmords durch Revolutionäre im Zusammenhang mit dem Septemberaufstand zu sehen war.

Nicht zuletzt wegen des historischen Stadtplans von Frankfurt mit der Lokalisierung zahlreicher Gebäude und Orte der damaligen Ereignisse sowie der ausgestellten Objekte (z.B. Armbinden der Revolutionäre, Stimmzettel der Abgeordneten und originale Zeitungstexte) eine abwechslungsreiche und interessante Exkursion mit vielen sehr direkten Bezügen.

 

Der Grundkurs Geschichte Q1 von Frau Rämsch

 

Bericht und Foto: C. Rämsch

 

 

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