Gemeinsame Studienfahrt der 9. und 10. Klassen nach Buchenwald
Eine Studienfahrt nach Buchenwald zum ehemaligen Konzentrationslager lässt die Beteiligten auch zu wärmeren Jahreszeiten erschaudern. Wie schon in den vergangenen Jahren, waren die Mittelstufen-Abschlussklassen der AES nach Organisation der Geschichts-Lehrkräfte unterwegs zu diesem Ort, der als Symbol für das traurigste Kapitel der deutschen Geschichte gilt. Bei Schnee und Kälte waren am 22. Januar, bedingt durch die Umstellung von G9 auf G8, gleich 260 Schüler aus 9 Klassen der AES vor Ort, und angesichts der verschneiten und nassen Kälte wirkte die Gedenkstätte dabei noch unheimlicher.
Vor dem Torgebäude auf dem ehemaligen Appellplatz erklärte der ehemalige Lehrer Koch (links im Bild), der eine trotz warmer Kleidung fröstelnde Schülergruppe im Lager herumführte: „Hier standen die Häftlinge bis zu 18 Stunden. Aber die hatten nicht eure warme Kleidung“.
An einem Modell bekamen die Schüler einen vollständigen Überblick über das Lager, das von einem 3 km langen und 3 m hohen Zaun umgeben war. Neben Torgebäude mit Einzelzellen existierten Häftlingsbaracken, ein 20.000 m² großer Appellplatz, Krematorium und ein SS-Bereich sowie der Rüstungsbetrieb Gustloff-Werk II . Über 4000 Häftlinge arbeiteten in dem kriegswichtigen Betrieb. Auch Raketenteile für die V2-Rakete wurden in Buchenwald hergestellt.
Eine Teilnehmerin zeigte sich beeindruckt von den Ausmaßen des Lagers und der Antithetik des Gesehenen: „Einerseits mussten die Lagerinsassen in Enge zusammengepfercht leben, und am anderen Ende des Lagers existiert im SS-Bereich Villen für die Leitung mit einem Zoo und Wildgehege.“
So wurde das Ziel der Fahrt erreicht, die Schüler der beiden Jahrgangsstufen mit einem gemeinsamen bleibenden Lernerlebnis in den gemeinsamen Geschichtsunterricht der Oberstufe gehen zu lassen.

Jochen Kilb
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit AES

