Procter & Gamble MINT-Award 2016 geht an AES - 3000€ Preisgeld

Am 15.November 2016 fand die 13.MINT-MESSE hessischer Schulen im Hessischen Landtag in Wiesbaden statt. Einige Schüler und Schülerinnen aus dem Biologie LK stellten das Schulweinprojekt als Vertreter der Albert-Einstein-Schule vor.

MINT Sieger

MINT steht für Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik. Um diese Themen sollten sich die Projekte der teilnehmenden Schulen drehen. Der Tag begann mit dem Treffen des MINTTeams der AES (Charleen Gottschling, Emely Ott, Isabell Kirbach, Jan Heise, Philipp, Tabea Steinhagen und Lena Krüger) vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden um 9 Uhr. Die Messe fand im Erdgeschoss des neuen Plenargebäudes statt. Beim Hineingehen hat jeder Teilnehmer ein Namensschild bekommen und wir durften uns den Stand aussuchen, an dem wir unser Projekt präsentieren wollten. Bis 12 Uhr sollte der Stand aufgebaut sein. Während der Aufbauzeit hatte man auch die Gelegenheit, sich alle anderen Projekte anzuschauen. Die Juroren und auch der Landtagspräsident und einige Abgeordnete machten einen Rundgang durch die Halle und stellten einige Fragen zu den einzelnen Projekten. Währenddessen ist ein Mittagsbuffet aufgebaut worden für den kleinen Hunger.
Später gab es eine offizielle Begrüßung und Eröffnung durch den Landtagspräsidenten. Danach hatte jede Gruppe fünf Minuten lang Zeit, ihr Projekt vorzustellen.


Isabell Kirbach und Tabea Steinhagen stellten das Schulweinprojekt vor der Jury in einem kurzen Vortrag vor. Sie starteten mit der Entstehung des Projektes, welches seit 2011 besteht. Die erste Weinlese wurde im Jahre 2009 mit Hilfe der Nachmittagsschule mit den Ganztagsschülern durchgeführt. Nach dieser Erfahrung waren die Schüler so begeistert, dass es in den Unterricht des Biologie LKs eingebunden wurde. Gerade in dem Halbjahr Q2 lässt sich dies gut mit den Themen Assimilation, Dissimilation und biotische sowie abiotische Faktoren verbinden. Somit findet ein duales Lernen statt, bei dem die Inhalte des Unterrichts mit der Praxis der Weinherstellung verbunden werden können. Darüber hinaus zeigte sich sehr schnell, dass das Projekt verschiedene Aspekte miteinander verknüpft, wie die Herstellung eigener Etiketten durch Kunstkurse oder die Vermarktung des Produktes in Form einer Schülerfirma in dem Fach Wirtschaft. Zudem liegt uns die Förderung des Winzerberufes sehr am Herzen, da gerade wir, als naturwissenschaftliche Schule MINT grüne Berufe unterstützen möchten. Um das Projekt erfolgreich durchzuführen sind verbindliche Termine, eine effiziente Aufgabenverteilung und eine gute Kommunikation zum Winzer notwendig. Zur Umsetzung bedarf es natürlich auch entsprechenden Zeitfenster für Exkursionen, dafür nochmal vielen Dank an die Schulleitung und vor allem an unsere Tutorin Frau Unger, die dieses Projekt in die Welt gerufen hat und auch tatkräftig unterstützt hat.


Das Schulweinprojekt wird in 4 Abschnitte unterteilt, die sich an den jahreszeitlichen Abläufen im Weinberg orientieren. Man startet meistens nach den Sommerferien mit einer Führung auf dem Weinerlebnisweg in Hochheim. Hier erfährt man vieles über die Region, die Bodenverhältnisse und weitere ökologische Zusammenhänge. Im Oktober findet dann die Weinlese statt, bei der Durchhaltevermögen und Teamwork angesagt sind. Anschließend findet in den Wintermonaten eine Besichtigung der Kellerarbeiten statt, wo wir die verschiedenen Prozesse bei der Produktion des Weines kennenlernen dürfen. Parallel finden im Unterricht kleine Versuche statt, um die Prozesse wie die Gärung oder die Filtration in einem kleinen Rahmen zu untersuchen. Im Frühling geht es wieder zurück zum Weinberg. Dort stehen Arbeiten, wie das Binden von Fruchtruten an. Wenn es möglich ist, werden die Rebstöcke im August entlaubt, damit die Trauben mehr Licht aufnehmen können und somit die Fotosyntheseaktivität gesteigert werden kann.

 

Das Weingut Hück, mit denen wir eine Kooperation haben, verkauft unseren Wein für 6,50 Euro, aus dem 1 Euro zurück an das Projekt geht. Zudem wird der Wein auch immer gerne bei verschiedensten Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Abiturfeier genutzt. Die Evaluation des Projektes hat gezeigt, dass die bisherige Organisationsform dem Thema nicht vollständig gerecht wird. Die Zeitfenster sind leider zu eng, um alle Möglichkeiten des Projektes zu nutzen. Daher streben wir an, im Rahmen von G9 ab Stufe 9 eine AG zu gründen. Gerade ab der 9. Klasse wird die Thematik Alkohol immer wichtiger, daher ist es sehr wichtig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Man schätzt den Konsum des Alkohols viel mehr wert, da man lernt, was für eine Arbeit hinter dem Prozess „Von der Rebe ins Glas“ steckt, daher hat das Projekt auch eine präventive Funktion.
Hierzu könnten dann auch Reben in unserem Schulgarten gepflanzt werden und somit noch naturwissenschaftlicher experimentiert und geforscht werden.
Nach dem Ende der Vorträge wurden die Preise an die Gewinner des P&G MINT-Awards verliehen. Mit diesem Award soll schon bei jungen Menschen das Interesse und die Freude an Naturwissenschaften geweckt werden. Dass die Albert-Einstein-Schule den ersten Platz belegt hat, konnte keiner der Teilnehmer im ersten Moment glauben, umso größer war dann die Freude darüber. Der dritte Platz wurde mit 1000 Euro belohnt, der zweite Platz mit 2000 Euro und der erste Platz mit 3000 Euro. Es wurde ebenfalls ein Sonderpreis mit einem Preisgeld von 500 Euro verliehen.

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Isabell Kirbach, Emely Ott, Lena Krüger

 

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