Nach Biowissenschaften bei WiTechWi-AES zu Beginn des Darwin-Jahres 2009 im März Gebäudeautomations-Techniken
Die Mitglieder des Arbeitskreises
Wissenschaft-Technologie-Wirtschaft (WiTechWi) der Kulturkreisgesellschaft
Schwalbach a.Ts. sind überwiegend Techniker und technisch orien-tierte
Naturwissenschaftler.
Besonders gern und gut passend zum Beginn des Darwin-Jahres begrüßten
deshalb Nina Meyer von der Albert-Einstein-Schule Schwalbach (AES) und Klaus
Beeg vom Arbeitskreis beim Februar-WiTechWi-AES-Abend zusammen mit den zahlreich
im AES-Hörsaal anwe- senden AES-Lehrern und - Schülern, WiTechWi-Mitgliedern
und interessierten Gästen wieder einmal eine Biowissenschaftlerin als
Vortragsgast, die Braunschweiger Zellbiologin Prof. Dr. Brigitte M. Jockusch
(im Foto beim Vortrag in Schwalbach).
Einfühlsam nahm Frau Jockusch ihre Zuhörer – wie stets bei
diesen Schwalbacher Bildungs- abenden im typischen „Jung-Alt-Gemisch“
– mit in das interessante und dabei sehr komplexe Gebiet der Gewebebildung
bei Mensch und Tier. Sie vermittelte anschaulich - auch mit vielen Bildern
- einen großartigen Eindruck von dem imposanten Zusammenspiel einer
überwälti-genden Zahl von Proteinen und hinzukommenden weiteren
Faktoren in den Zellen und ins-besondere an den diese umhüllenden Zellmembranen.
Für die Gewebebildung sind Kontakte der Zellen untereinander und mit
den vielen Zwischenzell-Substanzen notwendig. Diese Kon-takte sind hochdynamisch.
Ihre Bildung und Auflösung sind äußerst komplizierte Vorgänge,
dessen abgestimmtes Funktionieren Voraussetzung ist sowohl für die Embryo-Entwicklung
als auch für die Wundheilung. Störungen dabei, die man künstlich
durch Ausschalten einzel-ner Gene beim Tier herbeiführen kann, die aber
auch bei Mensch und Tier natürlich vorkom-men, können Ursachen sein
für die Bildung von Tumorzellen und -geweben.
Auch dank des ihnen zur Verfügung stehenden, im Vortrag an Bildern demonstrierten
moder-nen analytischen Handwerkszeuges - von der optischen über die Elektronenmikroskopie
bis zur Röntgenstrukturanalyse einschließlich der Antikörpertechniken
- wissen die Zellbiologen schon viel über die Vorgänge bei der Gewebebildung.
Viel ist jedoch noch zu erforschen.
Das gab Frau Jockusch nach einer regen Diskussion den AES-Schülerinnen
und – Schülern mit auf den Weg für ihre Entscheidungen bezüglich
Studium und Beruf.

Zum herzlichen Dankeschön-Beifall der Zuhörer für Frau Jockusch
kam als Dank vom AK WiTechWi noch eine kleine Aufmerksamkeit und der Hinweis
auf den nächsten gemeinsa-men Abend mit der AES: Am Mittwoch, 11.März
2009, demonstriert WiTechWi-Mitglied Dr.Heinz Werntges, Prof. für Angewandte
Informatik an der FH Wiesbaden, 19.30 Uhr im AES-Hörsaal „Intelligentes
Wohnen“ mit Gebäudeautomations-Techniken wie EIB/KNX
und Funktechnik EnOcean. Der Eintritt ist frei. Interessenten sind herzlich
willkommen.

