Nach Wasserstoffbrennstoffzellen - nun Gentechnologie

Der Arbeitskreis Wissenschaft-Technologie-Wirtschaft der Kulturkreisgesellschaft Schwalbach und die Albert-Einstein-Schule Schwalbach wirken gemeinsam, um aktuelle Ergebnisse von Wissenschaft und Technologie in die Öffentlichkeit zu bringen.

Nach den drei Brennstoffzellenabenden April-Juni 2004 boten in der Septemberveranstaltung 2004 die AES-Lehrer Ulrich Dillmann und Dirk Schäfer den zahlreichen jungen und älteren Interessenten im Hörsaal der Schule einen außerordentlich gelungenen Schnellkurs in Gentechnologie.

Das, womit sich Lehrer der AES mit ihren Schülern der Klasse 12 und 13 zu Molekularbiologie, Biochemie und Biotechnologie in Theorie und praktisch im Labor beschäftigen, erfuhren die Teilnehmer des WiTechWi-AES-Abends in zwei - wie im Fluge verstrichenen - hochinteressanten Stunden.

Dank der systematisch aufgebauten Vortragsweise und anschließenden Demonstration im Labor bekamen die Zuhörer/innen in der für das breite Wissengebiet äußerst kurzen Zeit eine Vorstellung, was DNA,   mRNA,   Ribosome, Enzyme, Proteine u.a. sind und welche Beziehungen zwischen ihnen bei den Vorgängen in der lebenden Zelle bestehen.

Sie konnten nachvollziehen, wie Schüler/innen und Lehrer/innen im entsprechenden Leistungskurs Genabschnitte aus der DNA einer grün leuchtenden Qualle in die von Coli-Bakterien einbauten und so leuchtende Bakterien erhielten. So wurde Verständnis dafür vermittelt, wie ganz analog in unserer unmittelbaren Nachbarschaft bei Sanofi-Aventis im Industriepark Höchst mit Hilfe entsprechend gentechnisch veränderter Bakterien Human-Insulin hergestellt wird.

Zu solchen speziellen Erkenntnissen, welche die Teilnehmer/innen des Abends mitnahmen, kam der allgemeine Eindruck, dass den Schülern/innen der Albert-Einstein-Schule beste Möglichkeiten geboten werden, mit guten Voraussetzungen zum Studium von Natur- und Ingenieurwissenschaften zu gehen. Dahinter steckt das bei der Veranstaltung anschaulich miterlebbare Engagement der Lehrer; auch bei der preisgünstigen Beschaffung der speziellen gerätetechnischen Ausrüstung des behördlich zugelassenen Gentechniklabors der AES, eines von nur 10 an Schulen der Bundesrepublik, sowie beim Aufspüren von Fonds-, Stiftungs- und Fördermitteln zur Finanzierung der nicht gerade billigen Experimente.

Dafür gab es sehr verdient viel Dank und Anerkennung von Besuchern, darunter zahlreichen Eltern und Schülern/innen, sowie von Schul- und WiTechWi-Leitung. Letztere sprachen nach dieser erfolgreichen Veranstaltung ab, im 1.Halbjahr 2005 die nächste gemeinsam durchzuführen; voraussichtlich zu Astronomie und Astrophysik.  

Zunächst folgt jedoch am 13.Oktober 2004, 19.30 Uhr, im Raum 1/2 des Schwalbacher Bürgerhauses der Vortrag "Vom Abraumsalz zum Kali für die Landwirtschaft", wobei Klaus Beeg von WiTechWi am Beispiel des Chemikers Adolph Frank auch zeigen wird, was gut ausgebildete und engagierte junge Leute in Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft leisten können, früher wie heute.  

WiTechWi-AES-Schreibteam