Sternenhimmel im November
Wenn sie heute Abend noch nichts vorhaben, dann schauen sie doch in einmal in den wunderschönen Sternhimmel.
Wahrscheinlich wird Ihnen auffallen, dass das typische Wintersternbild Orion langsam aber sicher auf dem Sternhimmel sichtbar wird. Im Zenit steht diesen Monat Kassiopeia, das Himmels - W, welches aber im Moment eher einem M ähnelt.
Der nördlich davon gelegene große Wagen befindet sich in unterer Kulmination, d.h. er kreuzt den Meridian zwischen Polarstern und Nordpunkt am Horizont. Weit im Westen ist immer noch das Sommerdreieck zu erkennen, jedoch ist Atair am Horizont kaum noch zu sehen.
Besonders wollen wir sie auf den Planeten Venus aufmerksam machen, der immer noch als Morgenstern betrachtet werden kann.
Wenn sie am Abend noch einen Spaziergang machen, sollten sie einen Feldstecher mitnehmen, denn dann sehen sie ebenfalls die Planeten Uranus und Neptun. Falls ihr Spaziergang etwas länger dauern sollte, können sie ab ca. 21 Uhr den Planeten Saturn optimal sehen.
Was uns zu einem weiteren Ereignis bringt:
Der Spähroboter Cassini schickt am 25 Dezember diesen Jahres seine Tochtersonde Huygens Richtung Saturnmond Titan, der als einziger Mond im Sonnensystem eine Atmosphäre hat. Dort wird sie, ab dem 14. Januar nach einfachem Leben suchen.
Sternbild Wassermann
Diesen Monat wollen wir ihnen wieder ein Sternbild näher vorstellen. Dieses mal ist es der Wassermann.
Wenn man Richtung Süden blickt erkennt man auf mittlerer Höhe den Wassermann, der südlich vom Pegasus liegt. Wassermann wird auch Aquarius genannt. Das Sternbild ist vermutlich 20 000 Jahre alt. Die Babylonier sahen in dem Sternbild (Wassermann) einen Mann der Wasser aus einem Kelch goss. Besonders auffällig in diesem Sternbild ist das y -förmige, auf dem Stern Aquarii stehende Gebilde, das den Kelch darstellt.
Aus dem Sternbild entspringen jedes Jahr drei große Meteorschauer. Der größte Meteorschauer sind Eta - Aquariden. Am 5 und 6 Mai kann man bis zu 35 Sternschuppen pro Stunde sehen. Es gibt außerdem noch die Delta - Aquariden. Der schwächste Schwarm sind die Iota - Aquariden. Die Schwärme sind jeweils nach dem Stern benannt, der ihrem Erscheinungsort am höchsten ist.
Im Sternbild Wassermann, leider nur mit einem gutem Teleskop erkennbar, befinden sich die zwei planetarischen Nebel (Saturnnebel NGC 7009 und der Helixnebel NGC 7293). Ein planetarischer Nebel ist die Gaswolke eines sterbenden Sterns, der seine Gasmasse mit hoher Geschwindigkeit von sich schleudert und hat nichts mit einem Planeten zu tun.
Der Saturnnebel wurde zum ersten Mal vom englischen Astronomen William Herschel 1782 entdeckt. Seinen Namen verdankt der Saturnnebel dem irischen Privatgelehrten Lord Rosse. Dieser nannte ihn so wegen den henkelartigen Auswüchsen am Nebel selbst, die ihn an die Ringe des Planeten Saturn erinnerten. Man vermutet, dass sie von äußerst schnellen Gasklumpen erzeugt werden, die der sterbende Stern von sich schleudert.
Der Helixnebel ist mit dreihundert Lichtjahren Entfernung der uns am nächsten gelegene planetarische Nebel und außerdem einer der schönsten und größten.Da er uns so nah ist, ist seine Struktur besonders gut zu erkennen. Im inneren sind Hunderte kleiner, blauer, gasförmige Tröpfchen zu erkennen, die wegen ihrer langen Schweife an Kometen erinnern. Nach außen hin liegen sie immer dichter aneinander und bilden so einen rötlichen Ring. Jedes dieser Tröpfchen hat den mehrfachen Durchmesser unseres Sonnensystems.
Wahlpflichtkurs Astronomie der Stufe 9, betreuender Lehrer Herr Froeseler

