Der Sternenhimmel im Januar
Auch dieses mal möchten wir sie
auf den Sternenhimmel aufmerksam machen.
Vor allem im Januar ist er besonders schön, da sehr viele hellleuchtende
Sterne zu erblicken sind. Schön zu erkennen ist der Aldebaran
im Sternbild Stier und der Beteigeuze im
Sternbild Orion, die wir ihnen beide später noch einmal
genauer vorstellen werden. Beide Sterne gehören zum bekannten Wintersechseck,
von dem wir ihnen letztes mal schon berichtet hatten.
Während im Westen langsam die letzten Herbststernbilder, wie Pegasus oder Fische verschwinden, tauchen im Osten schon die ersten Frühlingssternbilder, wie Löwe und Krebs auf.
Außerdem kann man morgens die Planeten Merkur, Venus, Mars und Jupiter sehen. Wenn sie nachts nicht einschlafen können, dann schauen sie sich doch einmal den Nachthimmel an. Dort können sie sich die ganze Nacht lang den Saturn anschauen. Er steht nämlich gerade in Opposition, was später noch einmal genauer beschrieben wird, und ist somit die ganze Nacht zu sehen.

Am 02.01. diesen Jahres um 01:22 Uhr morgens erreichte unsere Erde den sonnennächsten Punkt. Diesen Punkt nennt man Perihel. Jetzt werden sie wahrscheinlich denken, dass es jetzt auf der Erde besonders warm sein müsste, weil wir ja näher an der Sonne sind als den Rest des Jahres. Das stimmt aber nicht. Es gibt 2 verschiedene Gründe warum es gerade jetzt kälter ist. Zum einen liegt es an dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen und an der Neigung der Erde zur Sonne. Denn durch die Neigung der Erde ist der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen kleiner und die gleiche Menge an Sonnenstrahlen verteilt sich auf eine größere Fläche.
Zum andern liegt es daran, dass die Tage im Winter kürzer sind und dadurch weniger Sonnenstrahlen einfallen.
Nun möchten wir ihnen verdeutlichen, was der Saturn mit dem Begriff "Opposition" zu tun hat. Am 13.01 steht der Saturn in Opposition. Was bedeutet das nun? Es bedeutet, dass Sonne, Erde und Saturn in einer Linie stehen. Wenn sie sich dieses Schauspiel anschauen möchten, müssen sie in das Sternbild Zwillinge gucken. Vor diesem Sternbild steht der Saturn. Dadurch, dass er in Opposition steht, können sie ihn die ganze Nacht beobachten. Also keine Hektik, sie haben genug Zeit.
Wir bleiben zunächst bei dem Planeten Saturn und kommen als nächstes zur amerikanischen Raumsonde Cassini-Huygens. 1997 startete diese ihren Flug zum Saturn. Am 25.12.2004 setzte Cassini ihre Begleitsonde Huygens (benannt nach dem holländischen Astronomen Christiaan Huygens, der am 25. März 1655 den Saturnmond Titan entdeckte) aus. Ihr Ziel war der besagte Saturnmond Titan (mit mehr als 5150 km Durchmesser der größte Saturnmond). Diesen soll sie am 14.01.2005 erreichen. Geplant ist, dass sie in die Titanatmosphäre eindringt und dort zahlreiche Analysen der Atmosphäre, sowie tausende Bilder zu Cassini überträgt, bevor sie auf der Oberfläche landet. Cassini soll dann die empfangenen Informationen zur Erde weitersenden. Damit erhoffen sich Astronomen neue Erkenntnisse über die Entstehung des Lebens auf der Erde.
Das Sternbild Stier
Wir entfernen uns allmählich vom Saturn und kommen zu unserem Sternbild des Monats. Diesmal wollen wir ihnen ein paar Sterne des Sternbildes Stier näher bringen. Das Sternbild Stier hat seinen Namen durch die Sage des Zeus, der sich in einen Stier verwandelte um die schöne Europa zu entführen.
Der größte Stern im Sternbild Stier ist der Aldebaran. Er ist ein "roter Riese", dies heißt, dass er rötlich gefärbt, sehr alt und kurz davor ist zu explodieren. Der Aldebaran ist 68 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 60 Millionen Kilometern. Seine gigantische Leuchtkraft beträgt 100 Sonnen.
Ein weiterer Bestandteil des Sternbildes Stier ist ein offener Sternhaufen, der den Namen Hyaden trägt. Sie können in einer klaren Winternacht rund 20 Sterne dieses Sternhaufens selbst ohne Fernglas sehen, obwohl er 130 Lichtjahre entfernt ist. Insgesamt bestehen die Hyaden aus über 350 Sternen.
Schließlich wollen wir ihnen auf unserer kleinen Rundreise einen "roten Überriesen" vorstellen. Den "Überriesen", den wir ihnen vorstellen, trägt den Namen Beteigeuze. Mit 980 Millionen Kilometern ist Beteigeuze im Durchmesser 700 mal größer als unsere Sonne. Das ist etwa die Größe der Saturnumlaufbahn. Dieser "rote Überriese" liegt im Sternbild Orion und ist der obere, östliche Schulterstern. Er ist astronomisch gesehen am Ende seiner Lebenszeit und leuchtet deshalb orange-rot. Beteigeuze stößt große Mengen Gas ins Weltall aus. Mit seiner großen Masse steht er kurz vor einer "Supernova" (Sternenexplosion). Es kann jedoch noch einige tausend Jahre dauern. Wir würden es aber erst 430 Jahre nach der Explosion merken, da er 430 Lichtjahre entfernt ist. Wenn wir das Glück haben diese Detonation mitzuerleben, wäre es ein großes astronomisches Ereignis. Für einige Tage wird Beteigeuze als heller Punkt am Himmel zu sehen sein. Er wird dann 100 mal heller als der Vollmond strahlen.
Der Wahlpflichtkurs der Stufe 9 betreut von Herrn Froeseler

