Die Albert-Einstein-Schule unterstützt die Initiative "Pro Hallenbad"

AES unterstützt „Pro Hallenbad“

Und wieder eine neue Fürsprecherin

(Printausgabe: Höchster Kreisblatt 07.09.2005)

 

Schwalbach. Die Initiative «Pro Hallenbad» macht weiter Dampf. Die von Schwimmvereinen gegründete Gruppe, die sich für ein neues Hallenbad im Osten des Main-Taunus-Kreises einsetzt, hat eine neue Fürsprecherin gefunden.

Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres beteilige sich die Albert-Einstein-Schule (AES) an den Bemühungen um ein neues Hallenbad in der Region, teilt der Sprecher der Initiative, Thomas Kupferschmitt, mit. Die Schulleitung des Schwalbacher Gymnasiums wolle gemeinsam mit dem Elternbeirat die Unterschriftenaktion von «Pro Hallenbad» unterstützen, freut sich Kupferschmitt und ergänzt: «Die Schule unternimmt diesen Schritt, da sie seit Jahren unter dem Bädermangel im östlichen Main-Taunus-Kreis zu leiden hat.» Sie werde kein offizielles Mitglied der Initiative, stehe aber hinter der Forderung von «Pro Hallenbad».

Wie Kupferschmitt weiter mitteilt, habe die Konrektorin und designierte Schulleiterin Anke Horn in einem Gespräch mit «Pro-Hallenbad»-Vertretern die Situation dargelegt. Die Schule könne, abgesehen von wenigen Oberstufenkursen, momentan keinen Schwimmunterricht anbieten. «In der Mittelstufe können wir unsere gesetzliche Verpflichtung zum Schwimmunterricht nicht erfüllen», berichtet Anke Horn. Der Sport-Fachsprecher der AES, Reinhard Groß, kritisiert, dass die Schule jedes Jahr beim Schulamt beantragen müsse, nicht Schwimmen gehen zu dürfen. «Das ist doch absurd», findet Groß. Würde ein neues Schwimmbad am Kreiskrankenhaus errichtet, könnten die Schüler zu Fuß dorthin laufen – wie auch die Kinder und Jugendlichen von der Schwalbacher Friedrich-Ebert-Schule und der Sulzbacher Mendelssohn-Bartholdy-Schule. Das Resultat des Bädermangels sei, dass es immer mehr Nichtschwimmer gebe, bekräftigt Kupferschmitts Mitstreiterin Marion Polydore.

Erst in der vergangenen Woche war der Turngau Main-Taunus der Initiative beigetreten (wir berichteten). Ihr gehören zudem acht Sportvereine an: die DLRG-Ortsgruppen Bad Soden, Schwalbach und Eschborn sowie die LG Bad Soden/ Neuenhain, der Erste Sodener Schwimm-Club, der Schwimmclub Schwalbach und die beiden Eschborner Vereine SC Westerbach und Aquasports.

In den nächsten Wochen wolle die Initiative «Gespräche mit weiteren Schulen führen und die Unterschriftenaktion vorantreiben», kündigt Sprecher Kupferschmitt an. Grob geschätzt würden bislang rund 2500 Unterschriften vorliegen und die Forderung nach einem neuen Hallenbad unterstützen. Die Unterschriftenaktion läuft noch bis zum 15. Oktober. Kupferschmitt: «In vielen Schwalbacher Geschäften liegen Unterstützerlisten aus.»

Der Sprecher berichtet, dass die Gespräche mit den vier Bürgermeistern von Soden, Sulzbach, Eschborn und Schwalbach «grundsätzlich positiv» verlaufen seien, es jedoch Einwände wegen der Finanzierung gegeben habe. Nach seiner Auskunft soll es Ende Oktober im Kreishaus einen «Runden Tisch» geben, an dem «Pro-Hallenbad»-Vertreter und Politiker die Lage erörtern. (hk/ask)