JuniorAkademie Hessen 2005

Die Deutschen JuniorAkademien sind ein außerschulisches Programm und finden in verschiedenen Bundesländern in den jeweiligen Sommerferien statt. Sie dienen zur Förderung begabter Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Ihnen soll dabei eine intellektuelle und soziale Herausforderung geboten werden, durch die sie neue, weitreichende Erfahrungen erlangen sollen. Im Vordergrund steht die Begegnung mit Gleichaltrigen, die ebenso besondere Fähigkeiten und Interessen in den unterschiedlichsten Bereichen besitzen. Dabei stehen den Teilnehmern jedes Jahr mehrere Kurse zur Auswahl, von denen sie einen wählen, in dem sie während der Akademie arbeiten.
Das klingt jetzt erst mal nach einer Menge Arbeit, aber das ist es eigentlich gar nicht. Im Vorfeld bekommt zwar jeder Texte und andere Materialien, die er vor dem Beginn der Akademie durcharbeiten muss, aber dadurch wird die intensive Kursarbeit während der Akademie erleichtert. Eventuell werden auch schon im Voraus Referate und Präsentationen von den Teilnehmern vorbereitet, doch hängt dies von dem jeweiligen Kurs ab.
Die Kursarbeit selbst ist sehr intensiv, jedoch macht sie auch sehr viel Spaß. Ein wichtiger Grund dafür ist das Arbeitsklima. Anders als in der Schule besteht die Gruppe nur aus ca. 15 Teilnehmern und jeder hat sich frei für den Kurs entschieden, sodass alle mit großer Motivation zusammenarbeiten. Dies beinhaltet u. a. die ständige Beteiligung aller an der Kursarbeit, die gegenseitig Wertschätzung im Hinblick auf Meinungsäußerungen und Diskussionen und insgesamt eine fröhliche und lockere Atmosphäre. Zudem herrscht nicht das typische Schüler-Lehrer-Verhältnis zwischen Kursleitern und Teilnehmern, sondern vielmehr Freundschaft. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Kursleiter im Allgemeinen nur wenige Jahre älter als die Teilnehmer sind und sich alle gleichermaßen duzen.
Aber natürlich steht auf dem Tagesplan der Akademie nicht nur die Kursarbeit, sondern es gibt neben den Kursen noch genügend Freizeit, die von Teilnehmern und Kursleitern gleichermaßen gestaltet werden kann. Dabei kommen viele verschiedene kursübergreifende Angebote (KüAs) zustande, die so vielfältig sind, dass für jeden etwas dabei ist. So gibt es zahlreiche Sportangebote, wie z. B. Fußball, Volleyball und Tanzen, aber auch Karten-KüAs, eine Akademiezeitung, DVD-Abende und vieles mehr. Durch die KüAs kommen außerdem Teilnehmer aus verschiedenen Kursen zusammen, sodass auch über den Kurs hinaus Freundschaften entstehen.
Mir hat die diesjährige JuniorAkademie vom 19.08.-3.09.2005 sehr gut gefallen und ich würde dieses Erlebnis jederzeit gerne wiederholen.
Auf der einen Seite habe ich in meinem Kurs „Russland - Geschichte und Literatur“ sehr viel Neues gelernt und eine andere und meiner Meinung nach bessere Art von Arbeit außerhalb der Schule kennengelernt.
Das Wichtigste für mich war jedoch die Atmosphäre, die während der gesamten Zeit herrschte. Alle haben sich gut miteinander verstanden und wir hatten eine Menge Spaß zusammen. Dazu zählten beispielsweise einige Events, wie das Fußballtunier zwischen den Teilnehmern und den Kursleitern, bei dem eine sehr gute Stimmung herrschte und alle Teilnehmer zusammenhielten, während wir unsere Mannschaft anfeuerten und unsere Kursleiter ausbuhten. Leider haben sie am Ende trotzdem gegen uns gewonnen!
Aber anhand solcher Beispiele zeigt sich, wie stark der Zusammenhalt unserer großen Gruppe und wie locker die Stimmung allgemein war. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass zahlreiche Freundschaften entstanden sind, die auch über die Akademie hinaus bestehen bleiben, und es beim Abschied viele Tränen gab.
Von Manuela Geiß, 10a

