Schülerzeitung
"Der Albert" gewinnt hochdotierten 2. Preis
Die Jugendpreis-Stiftung der Hessischen Akademie der Forschung und
Planung im Ländlichen Raum verleiht den Schülerinnen Lisa
Böhm, Franziska Diepold, Karen Herr, Katharina Heß, Christine
Hussong, Dina Radermacher und Sandra Selzer einer Physik AG der
Albert-Einstein-Schule in Schwalbach den 2. Preis des Jugendpreises
2005 zum Thema
"Wandel durch Energie im ländlichen Raum" für
den Beitrag "Der Albert – Sonderausgabe zum HAL Jugendpreis
2005" einer abwechslungsreichen und sachlich sehr informativen
Schülerzeitung, die Sachinformationen, Interviews und kritische
Kommentierungen in gut visualisierter Form zusammenstellt. Der unter
der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Roland
Koch ausgetragene Wettbewerb war für alle jungen Menschen aus
ganz Hessen und dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen bis zum Alter
von 23 Jahren offen gewesen, wobei es keine Unterteilung nach Alter
oder Qualifikation (wie z.B. Schultyp, Hochschultyp, Ausbildungsstand)
gab.

Auf
dem Bild sieht man hinten (von links nach rechts) Karen Herr,
Dina Radermacher, Katharina Heß und Lisa Böhm
und vorne (von links nach rechts) Christine Hussong, Franziska
Diepold und Sandra Selzer.
Der
Jugendpreis 2005 wurde im Rahmen einer Festveranstaltung vor knapp
70 Anwesenden, unter denen sich auch Herr Roland Seel, der Bürgermeister
von Schwalbach, und Frau Anke Horn, die Leiterin der Albert-Einstein-Schule,
befanden, am Freitag, dem 30. September 2005, im Büchnersaal
der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden durch Herrn Staatsminister
Stefan Grüttner, Chef der Hessischen Staatskanzlei, überreicht,
nachdem Herr Prof. Dr. Klose, Vorsitzender der Jugendpreis-Stiftung,
eine Begrüßung und Herr Prof. Dr. Weiß, Leiter
des Stiftungsrates, die Preisträger vorgestellt und die Laudatio
gesprochen hatte.
Energie
im Wandel der Zeit
Seit
April arbeiten sieben Schülerinnen der 8. Stufe, allesamt
aus Klasse 8d, eifrig und zielstrebig an einem brandheißen
Physikprojekt. Es handelt sich dabei um einen Wettbewerbsbeitrag
für den diesjährigen Jugendpreis der Hessischen Akademie
Ländlicher Raum (HAL). Das Thema des Wettbewerbs lautet:
Wandel durch Energie im ländlichen Raum. Schirmherr der Jugendpreisstiftung
ist der Hessische Ministerpräsident Roland Koch.
"Auf
die geniale Idee des Projektes brachte uns unser Physiklehrer,
der auch gleich an unser physikalisches Interesse dachte" ,
bemerkt Sandra Selzer, eine der sieben Mädchen des AES-Teams,
das am Wettbewerb teilnimmt.
Das gewählte
Projektthema - Energie im Wandel der Zeit -
wird in Form von Fachbeiträgen und Interviews, z.B. der Eltern
und Großeltern, behandelt und dokumentiert. Weiterhin versuchen
die Schülerinnen, visionär in die Zukunft zu sehen.
Die Text-
und Bildersammlung wird zeitungsmäßig in einem 3-Spalten-Layout
formatiert. Franziska Diepold bemerkt: "Zum Glü:ck hat
unser Lehrer uns kleine Tips gegeben, die Zeitung zu gestalten.
Zum Beispiel werden die neuesten und aktuellsten Geschehen auf
den vorderen Seiten dargestellt und weiter hinten die älteren."

Ein
starkes Team . In unzähligen extra Stunden zu Hause
wie auch mehrmals pro Woche in der Schule arbeiten sie an einem
umfangreichen Wettbewerbsbeitrag des HAL-Jugendpreises 2005: Lisa
Böhm, Katharina Heß, Christine Hussong, Dina Radermacher,
Karen Herr (hinten), Sandra Selzer und Franziska Diepold (vorne),
v.l.n.r.
Diese
Mädchen erweisen sich als „Energiebündel“
Von
Anne Zegelman (Printausgabe Höchster Kreisblatt, 11.10.2005)
Schwalbach. Für die Teilnahme am Wettbewerb
«Jugendpreis der Hessischen Akademie für den ländlichen
Raum» hat Dieter Lasser, Lehrer an der Albert-Einstein-Schule,
die am besten geeigneten Schüler ausgewählt. Dass die
extra für dieses Projekt ins Leben gerufene Physik-AG ausschließlich
aus weiblichen Teilnehmern besteht, erstaunt viele. «Aber
ich habe mich gefragt: ,Wer könnte gute Arbeit erzeugen?'
und bin so auf die sieben Teilnehmerinnen gekommen», erzählt
Lasser. «Das alte Gerücht, Mädchen seien an Naturwissenschaften
desinteressiert, ist also hiermit belegt.»
Die
Wahl der Teilnehmerinnen hat sich als glücklich erwiesen,
denn Lisa Böhm, Katharina Heß, Christine Hussong, Dina
Radermacher, Karen Herr, Sandra Selzer und Franziska Diepold haben
mit ihrer Projektarbeit den zweiten Platz des landesweiten Wettbewerbs
belegt. «Wandel durch Energien im ländlichen Raum»
haben die sieben 14 und 15 Jahre alten Mädchen und ihr Lehrer
das Projekt überschrieben. «Eine Website oder ein Dokument
erstellen viele – wir wollten etwas Ansprechenderes gestalten»,
meint Dieter Lasser.
Statt der üblichen Präsentationsform sind die Ergebnisse
nun in einer bunt aufgemachte Zeitung nachzulesen. Auf 32 Seiten
erklären die Nachwuchsforscherinnen, wie Kernfusion, Wasserkraft,
Erdgas und andere Rohstoffe zur Energiegewinnung genutzt werden.
Jedes der Mädchen hat mehrere Themen bearbeitet, die von
Dieter Lasser vorgeschlagen wurden. Karen Herr hat sich mit dem
Klimawandel beschäftigt. «Warum Südeuropäer
demnächst Urlaub an der Ostsee machen», hat sie als
Untertitel hinzugefügt. «Ich fand die Arbeit spannend,
weil ich durch das Recherchieren viel Neues erfahren habe, unter
anderem auch, dass bis zum Jahr 2100 die Außentemperatur
um maximal 5,8 Grad ansteigen wird», erklärt die 15-jährige.
«Obwohl wir viel Freizeit in unser Projekt gesteckt haben,
war es doch super interessant.»
Dina Radermacher hat sich mit dem Wachstum der Photovoltaik-Branche
beschäftigt. «Dabei geht es um das Installieren von
Solarmodulen», erläutert die 14-jährige. «Auf
diesem Gebiet schlägt Deutschland sogar den Exportweltmeister
Japan.» Insgesamt befasst sich die Projektarbeit mit der
Zukunft alternativer Energiemöglichkeiten ebenso wie mit
der Vergangenheit. Interviews mit Eltern und Großeltern
vermitteln einen Eindruck, wie «damals» geheizt wurde
und wie beschwerlich und kalt mancher Winter war.
Von April bis Ende Juli haben die jugendlichen Forscherinnen an
ihrem Projekt gearbeitet. Regelmäßig haben sie sich
mehrmals pro Woche getroffen, um Aufgaben zu delegieren, oft in
den Pausen. Dabei haben sie persönlich neue Erkenntnisse
gewonnen. «Ich achte jetzt mehr auf die Geräte, die
zu Hause im Stand-by-Modus viel Strom verbrauchen», meint
Lisa Böhm (15). Franziska Diepold und Christine Hussong haben
sogar ein Konzept, wie Gelder zur langfristigen Energiealternative
beschafft werden könnten. «Windräder sind nicht
so effektiv, wie man glaubt», wissen die 14-Jährigen.
«Mit der momentanen verstärkten Vermarktung von Atomenergie
könnte Geld erwirtschaftet werden, das in die Forschung gesteckt
wird.»
Für ihr Engagement bekommen die sieben «Energiebündel»
nicht nur eine Urkunde, die den jungen Frauen vom Chef der Hessischen
Staatskanzlei, Stefan Grüttner, bei einem Empfang in Wiesbaden
verliehen wurde. Auch 1400 Euro Preisgeld können die fleißigen
Mädchen einstreichen.
Das Geld geht nicht etwa an die Schule, sondern wird gerecht aufgeteilt.
Was die Preisträgerinnen mit ihren jeweils 200 Euro machen,
ist noch ungewiss. «Vielleicht kaufe ich mir neue Sportsachen»,
überlegt Christine Hussong.
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