GSI-Labor
Die Frage, die Felix Brech beantworten
musste, um sich seine Urkunde als 5555. Teilnehmer des Schülerlabors
zu verdienen, war, wie lange man im GSI-Beschleuniger eine Zinnfolie mit Kupferionen
beschießen muss, bis dabei ein Gramm Gold entsteht. Er, wie auch sieben
weitere AES-Schüler, fanden durch Rechnung heraus, dass dafür etwa
48 Mio. Jahre Dauerbeschuss nötig sind. Und Jutta Leroudier, Leiterin
des Schülerlabors, fügte hinzu: „Jetzt wissen Sie, warum wir
keine industrielle Produktion von Gold angehen.“ Durch den Beschuss
solcher Zinnfolien war man 1994 auf das chemische Element „Darmstadtium“
gestoßen.
Das Schülerlabor der GSI existiert seit 2004, und jedes Jahr haben etwa
1500 Schüler die Gelegenheit, hier zu experimentieren. Am Donnerstag,
den 26. Februar ergab sich diese Gelegenheit für Schüler des Grund-
und Leistungskurses Physik der Jahrgangsstufe 13 der AES. Dort konnten sie
in Kleingruppen von zwei bis drei Schülern interessante und technisch
aufwändige Experimente aus der Kernphysik durchführen. Hervorragend
ausgestattete Experimentierplätze und kompetente Betreuer machten das
Experimentieren zu einem Vergnügen auch für die begleitenden Lehrer
Knut Fischer und Hannes Friedemann. Nach einem einführenden Vortrag war
dann am Nachmittag die Gelegenheit, die Experimentierhallen, den Hauptkontrollraum
und ein Labor zur Behandlung von Hirntumoren mit Schwerionenstrahlung zu besichtigen.
Alle Teilnehmer zeigten sich nachhaltig beeindruckt von den riesigen Dimensionen
dieser Forschungseinrichtung internationalen Ranges.
Im Beisein von Presse und Fernsehen konnte am Ende des Tages Felix Brech als
Preis eine aus LKW-Planen hergestellte Tasche mit nach Hause nehmen.

Hier können Sie den Fernsehbeitrag zum Artikel sehen.
Jochen Kilb
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit AES

