Blaubart an der Albert-Einstein-Schule
Blaubart – Die Hoffnung der Frauen, ein Stück der erst jüngst mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichneten Dramatikerin Dea Loher, wird vom DS-Kurs 13 unter der Leitung von Bettina Tonscheidt vom 22.-25.4.2009 im Mehrzweckraum der Albert Einstein Schule aufgeführt. Als Gegenwartsautorin stelle Dea Loher, so die Preisjury, das Theater stets vor neue Aufgaben mit ihren Texten. Einigen davon hat der AES-DS-Kurs sich in seiner Inszenierung gestellt. Erforscht wird die hintergründig komische, diskrete und sparsame Sprache Lohers, die eine ganz eigene Poesie entwickelt, auf einer theatralen Gratwanderung zwischen Tragik und Komik.Blaubart ist Damenschuhverkäufer. Vollständig mittelmäßig und unsportlich außerdem. Was er nicht hat, sind Bedürfnisse, was er nicht kennt, ist die Sehnsucht. Sechs Frauen begegnen ihm, zufällig. Alle bringt er um, schnell, sachlich, ohne großes Aufsehen. Weil die Frauen ihn strapazieren, seine Emotionen anrühren, ihre Wünsche auf ihn projizieren.
Doch es gibt eine siebte Frau. Die ist blind. Sie dreht den Spieß um: „Für dich wird es sein wie Erlösung. Für mich wie mein eigener Tod. Dann aber werde ich frei sein von dir.“
Dea Loher wurde bereits 2005 mit dem höchstdotierten Dramatikerpreis Deutschlands, dem „Else-Lasker-Schüler-Preis 2005“, für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Dea Loher wird als eine politische Dramatikerin gewürdigt, die sich mit ihrem Werk wie kaum eine andere der Gegenwart und zugleich den großen Fragen der Tragödie stellt.

