EinSteinchen experimentiert
EinSteinchen experimentiert entstand
im Februar 2005
als Weiterentwicklung der Kooperation mit den Grundschulen
und als Ergänzung zum Mathematikwettbewerb EinSteinchen.
Der Fachbereich des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes
der AES konzipierte mit Unterstützung der Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft
das Konzept für die Arbeitsgemeinschaft EinSteinchen experimentiert.
Die Auftaktveranstaltung
fand im Mai 2005 statt.

Das verantwortliche
Lehrerteam besteht aus drei Fachkolleginnen der Bereiche Physik, Biologie
und Chemie. Die Lerninhalte werden koordiniert gestaltet. Eine gute Zusammenarbeit
zwischen den Kollegen/innen und offene Meinungsäußerungen sind
unbedingt Voraussetzung für das Gelingen des Projekts.
30 SchülerInnen der AES experimentieren im 14-tägigen Rhythmus mit
60 interessierten Grundschülern/innen. Die GymnasialschülerInnen
entwickeln ebenfalls im 14-tägigen Rhythmus selbstständig Arbeitshefte
zu den Versuchen bestehend aus Deckblatt, Anleitung, Arbeitsblatt und Lösungsblatt.
Die Versuche werden gemeinsam mit
den betreuenden Lehrkräften ausgewählt, stammen aus dem Alltag der
GrundschülerInnen und haben Bezug zum Rahmenplan der Grundschulen. Die
Gymnasiasten/innen setzen ihre eigenen Ideen um, vertiefen ihre Kenntnisse
in den Naturwissenschaften und vermitteln anderen Kindern spielerisch die
Funktionsweise einfacher Geräte und Versuche. Es fällt in den Aufgabenbereich
der älteren Schülerinnen und Schüler, eigenverantwortlich Inhalte
und deren Umsetzung zu organisieren. Ein
Besuch in der Geschwister-Scholl-Schule im November 2005...
Die Gruppen der Grundschulkinder werden halbjährlich neu zusammen gestellt und werden von festen Betreuergruppen begleitet.
Die Grundschulen wählen unter
den interessierten Kindern die Teilnehmer aus und sammeln von jedem Kind einen
kleinen Unkostenbeitrag ein, der für die Materialkosten aufgewendet wird.
Die Experimente werden von jedem Kind nachhause mitgenommen. Die betreuenden
SchülerInnen erhalten neben der Bemerkung im Zeugnis eine Urkunde, die
von der Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft verliehen wird. Erstmals
geschah dies am 5.07.2006 in Rahmen einer feierlichen Veranstaltung.
Die Evaluation erfolgt ständig im Nachbereiten der Experimente. Der Lernfortschritt
wird in erster Linie durch das „erfolgreiche“ Experimentieren
und das Lösen von Arbeitsblättern ermittelt. Gespräche während
und nach der Versuchsdurchführung mit den Betreuern/innen und der zuständigen
Lehrkraft geben weiteren Aufschluss über das Gelernte. Die gemeinsame
Arbeit am Versuch erleichtert das Gespräch mit der Lehrkraft, den Betreuern/innen
und den Grundschülern/innen. Die SchülerInnen wetteifern im Erklären
der Funktionsweisen und wollen das Gelernte präsentieren. Die Beantwortung
eines Evaluations-Fragebogen (Beantwortung durch die Eltern in Zusammenarbeit
mit ihren Kindern) gibt dann zusätzlich Rückmeldung über den
Erfolg der AG, leistet uns Hilfestellung bei der Verbesserung unseres Konzepts
und zeigt, dass die Kinder auch zuhause über ihre Erfolge berichten.
Die Ziele des Projekts bestehen unter anderem in der Förderung des Interesses
an den Naturwissenschaften im Allgemeinen und an naturwissenschaftlichen Vorgehensweisen
im Speziellen. Die natürliche Neugier von Kindern soll geweckt werden
und die Freude am selbstständigen Experimentieren erhalten bleiben. Ein
Bezug zwischen naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten und der
Alltagswelt der SchülerInnen wird hergestellt. Positive Presseartikel
profilieren das Ansehen der Albert-Einstein-Schule.
Das eigenständige Erstellen der Versuchsanleitungen und der Arbeitsblätter
sowie die kreativen Ideen beim Aufbau der Versuche festigen das Erlernte.
Die Vernetzung der Naturwissenschaften
und das Experimentieren führen zum Erlangen von Fachkompetenz bei betreuenden
Gymnasialschülern/innen und Grundschulkindern.
Das selbstständige Lernen wird angebahnt, die kommunikative und die soziale
Kompetenz sowie die Methodenkompetenz werden gefördert.
Das selbstständige Lernen wird
angebahnt, die kommunikative und die soziale Kompetenz sowie die Methodenkompetenz
werden gefördert.
Die positive Resonanz bei Eltern, Schülern/innen, Grundschulen, Wirtschaft
und Kultusministerium bestätigt uns in unserer Arbeit. Die Nachfrage
seitens der Grundschulen steigt. GrundschülerInnen, die an unsere Schule
kommen, sind motiviert, vertraut im Umgang mit Materialien aus den Naturwissenschaften
und bereits teilweise integriert, da bereits Kontakt zu älteren Schülern/innen
besteht. Das Ansehen der Schule in der Öffentlichkeit
wird verbessert, der Übergang von Grundschule zu Gymnasium wird rleichtert
und die Zusammenarbeit mit den Grundschulen wird verstärkt. Die Langfristigkeit
des Projekts ist gewährleistet durch kontinuierliche Besuche in den Grundschulen
und Weiterführen einer Experimentier-AG im Gymnasium.
Das Gesamtkonzept ist auf andere Schulen übertragbar. Wir erstellen eine
Zusammenfassung der Materialien, um für andere Schulen den Einstieg in
das Projekt zu erleichtern und sind bereit, interessierte Kollegien fortzubilden.
Das Interesse der freien Wirtschaft liegt vor.
Procter & Gamble, die Landesarbeitsgemeinschaft SchuleWirtschaft, die
Hessen Chemie, Vereinigung Hessischer Unternehmerverbände, deutsche Telekomstiftung
und Think Ing. garantieren die Umsetzung des Vorhabens.

