EinSteinchen-Mathematikwettbewerb

Niemand rechnet so gut wie Yvonne

Schwalbach. Also nur mal angenommen: Der Papagei Coco hat in seinen beiden Futternäpfen zusammen 81 Sonnenblumenkerne. Aus dem einen frisst er 29, aus dem andern 12. Jetzt sind in beiden Näpfen gleiche viele Kerne. Die Frage: Wie viele Kerne waren vorher in jedem Napf? Ganz schön knifflig, selbst für manche Erwachsene. Es gibt aber auch Kinder, die die Aufgabe im Handumdrehen lösen können.

Das Rätsel war Teil des „Einsteinchen“-Mathematikwettbewerbs, den die Albert-Einstein-Schule (AES) zum zweiten Mal für die Viertklässler der Grundschulen im Osten des Main-Taunus-Kreises ausgelobt hatte.

62 Jung-Mathematiker qualifizierten sich für die zweite Runde und hatten neun nicht ganz einfache Aufgaben zu lösen. So wie die erwähnte von Coco. Aber sie haben es gut hingekriegt. Wie lobte doch der scheidende Schulleiter Edgar Nebel: „Mit noch mehr Erfolg“ als im Vorjahr hätten die Viertklässler teilgenommen. Deshalb sei auch der Begriff „Feierstunde“ bei der Siegerehrung durchaus angebracht. Die Resonanz war wirklich riesig: So konnten von manchen Schulen nicht mal alle Schüler teilnehmen, obwohl sie in der ersten Runde die erforderliche Punktzahl erreicht hatten. Im vorigen Jahr bei der Premiere sah das noch anders aus. „Da haben einige zurückgezogen, nachdem sie die Aufgaben gesehen haben“, sagte Monika Zieleniewicz, AES-Fachbereichsleiterin Mathematik. Nun ja, da haben wohl manche Lehrer die Qualitäten ihrer Schüler unterschätzt . . .»

Doch dann die Überraschung bei der Siegerehrung: Zwar waren die Jungs wie erwartet bei der Mathe-Prüfung in der Überzahl, doch schließlich kündigte Monika Zieleniewicz eine „absolute Super-Siegerin“ an. Yvonne Karmann von der Liederbachschule hatte mit 38 Punkten deutlich die Nase vorn. Tim Neumann von der Bad Sodener Theodor-Heuss-Schule folgte mit 35 Punkten auf dem zweiten Platz, gefolgt von Fabian Roß (34/Cretzschmarschule Sulzbach) und Henning Schmidt (34/ Dreilindenschule, Neuenhain). Die weiteren Platzierungen: 5. Julia Chen (33/Geschwister-Scholl-Schule, Schwalbach); 6. Emanuel Urmann (32/Westerbachschule, Niederhöchstadt); 7. Sebastian Beyer (31/Drelindenschule) und Maximilian Kaiser (31/Cretzschmarschule); 9. David Buchberger und Christopher Bockel-Rickermann (beide 30/Geschwister-Scholl-Schule); Elisa Marie Kalhöfer und und Alina Achenbach (beide 30/Liederbachschule). Und auch alle anderen bräuchten nicht enttäuscht zu sein, sagte Monika Zieleniewicz, sie seien alle 13. geworden . . . Ach ja: Coco hatte 32 und 49 Kerne in seinen Näpfen. Rausgekriegt? (mg)