Biologie
Das Fach Biologie
Das Fach Biologie erfuhr in den letzten Jahrzehnten einen starken Wandel. Neue Themen wie Biotechnologie, Gentechniken, neurophysiologische Forschung zeigen die zukunftsorientierte Bedeutung dieser Naturwissenschaft.
Das Unterrichtsangebot
Im Anfangsunterricht der Sekundarstufe I, 5. - 7. Klassen, erfolgt der Biologieunterricht in der Woche 2 stündig.
In der 9. und 10. Klassen wird der Biologieunterricht epochal abgehalten. Hier bietet unser Wahlpflichtkurs Biologie für Schüler zusätzlich besondere Anregungen und Anreize zum Thema Unser Schulgarten und anderen praxisbezogenen Themen.
Biologie als Leistungskurs wird an der Albert-Einstein-Schule gerne gewählt: in der Regel können mindestens zwei Leistungskurse je Jahrgangsstufe angeboten werden.
Der Unterricht zielt nicht auf die Vermittlung eines möglichst umfangreichen, oberflächigen Wissens ab (Biologie als typisches "Lernfach"), sondern rückt die Vermittlung naturwissenschaftlicher Denkstrukturen und Erkenntnisgewinnung in den Mittelpunkt.
Daraus ergibt sich das Anforderungsprofil für das Fach: Schüler werden im Fach Biologie dann besonders erfolgreich sein, wenn sie in der Lage sind, aus Naturbeobachtungen, Auswertung von Experimenten, Daten und Grafiken Schlussfolgerungen zu ziehen um biologische Phänomene zu klären. Dies setzt fundierte Grundkenntnisse in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik voraus.
Das spezielle Angebot
Hier bietet unser Wahlpflichtkurs Biologie für Schüler besondere Anregungen und Anreize zum Thema: Unser Schulgarten.

Das grüne Klassenzimmer
Der Schulgarten
Durch die günstige Lage der Schule am Stadtrand und das zum Teil noch biologisch intakte Umfeld der Streuobstwiese mit altem Baumbestand sowie durch unseren Schulgarten bieten sich den Schülern die Möglichkeiten, Natur unmittelbar zu erfahren.
Der Schulgarten existiert seit Herbst 1996, in den Jahren 1997 und 1998 wurden mit Hilfe von Schüler/Innen und Eltern ein Teich gestaltet, Hecken gepflanzt, eine Kräuterspirale gebaut und Pflanzbeete angelegt. Die Beete sind von einem Weidenzaun umgeben. Es entstand ein grünes Klassenzimmer in einem durch Hecken geschützten Areal des alten Streuobstwiesengeländes mit altem Apfelbaumbestand, das zum Unterricht im Freien einlädt.
Mit tatkräftiger Unterstützung des Schulbauamtes des Main-Taunus-Kreises und einem Zuschuss des Main-Taunus-Streuobst e.V. wurden 2003 und 2004 rund 700 m² der Streuobstwiese entbuscht, die Wurzeln gerodet, 10 hochstämmige Obstbäume und 8 Obstbüsche in die Bestandslücken gepflanzt, 18 alte große Obstbäume gründlich beschnitten und die gesamte Fläche der Streuobstwiese gefräst, planiert und neu eingesät. Die Planung und Durchführung übernahm Herr Dr. Oehl. Mehr dazu....

Schulgartenteich
Die Wahlpflichtkurse Biologie in den 9. und 10. Klassen haben zum Beispiel Tier- und Pflanzenbestimmungen, Insekten und ihre Lebensräume, Apfelweinherstellung , verschiedene heimische Lebensräume und deren Lebensgemeinschaften zum Thema. In unserem Schülerlabor werden Auszüge aus unseren Kräutern mit Hilfe der Wasserdampfdestillation gewonnen und natürlich werden auch die Früchte unserer einheimischen Heckengehölze, in erster Linie schwarzer Holunder , verarbeitet.
Zudem bietet die Schule den 5. Klassen die Möglichkeit, ein eigenes Klassenbeet anzulegen, zu pflegen und natürlich auch abzuernten. Mit diesem zusätzlichen Angebot des gemeinsamen Arbeitens im Garten gewinnt unsere Schule weiter an Attraktivität.
Das Vivarium
Mehr Informationen zum neuen Highlight der Albert-Einstein-Schule: Das neueröffnete Vivarium ...
Die Albert-Einstein-Schule gewinnt am 15.11.2007 mit dem Vivarium den Sonderpreis im Procter&Gamble Award.
Apfelweinprojekt der Albert-Einstein-Schule
Die Abfelweinherstellung ist ein fächerübergreifendes Projekt des Wahlpflichtkurses Biologie der Stufe 10. Hierbei werden gartenbauliche, biologische, medizinische und chemische Aspekte behandelt. Da die Schule eine eigene Streuobstwiese besitzt, können die Äpfel direkt verwendet werden. (Bilder über die Apfelweinherstellung)
- Ernte: Die Äpfel werden mit Leitern in der Streuobstwiese geerntet und in Säcken zum Mostplatz gebracht. Müssen die Äpfel einige Tage gelagert werden, ist es besonders wichtig, dass kein Fallobst und nur unbeschädigte Äpfel verwendet werden. (Verschiedene Apfelsorten, Erntezeit, Lagerung von Obst)
- Wäsche: Die Äpfel werden in Bottichen mit klarem Wasser gewaschen, angefaulte aussortiert. Zerkleinern: Mit Küchenmessern werden die Äpfel mit Schale und Gehäuse kleingeschnitten und in die Kleinmühle gegeben. Die Maische fließt in den Bottich unter der Mühle und wird nun in die große Holzpresse gefüllt. Mit Holzbrettern abgedeckt wird nun die Maische zusammengepresst.
- Saft: Der Saft fließt in die 50 l Gärbehälter und wird anschließend frisch getrunken. Den Rest, der nicht frisch konsumiert werden kann, lassen wir gären.
- Gärung: Der Saft benötigt keine weiteren Zusätze.
Auf den Gärbehälter wird ein Gärröhrchen gesetzt. Der
Saft benötigt einen kühlen, frostfreien Raum während des
Winters. (Bestimmung des Zuckergehaltes mit dem Aerometer - Mostwaage, Zusammenhang
von Öchslegrade und Alkoholgehalt, Auswirkungen des Alkohols auf den
Körper, Bestimmung des Promillegehaltes, Untersuchung der Gärgase.)
Der Behälter sollte ganz voll sein, denn durch die Luft können
Bakterien oder Pilze eindringen und die Hefen, die übrigens an den
Apfelschalen sitzen, bei der Gärung stören. (Berechnung der Ausbeute
)
Nach Ende der Gärung sollte der Saft von der Hefe genommen werden. Wir füllen in eine weitere Ballonflasche mit einem Schlauch um und lassen noch bis März ruhen. (Vorgang der Gärung, Pilze, speziell Hefen, Bakterien, speziell Lebensmittelherstellung durch Mikroorganismen und Konservierung von Lebensmitteln.) - Abfüllen: Die Schüler sammeln Weinflaschen, entfernen die Etiketten und spülen diese schon sehr gut zu Hause aus. Die gespülten Flaschen werden im Autoklaven der Schule sterilisiert, mit Apfelwein gefüllt und mit sauberen Korken und Gummihammer verschlossen. Die Flaschen erhalten ein eigenes Etikett (Etikettenwettbewerb in der Gruppe) und werden an die Eltern der Schüler, Lehrer und andere erwachsene Personen verkauft. Der Erlös kommt dem Schulgarten zugute.
- Lagerung: Wir empfehlen einen baldigen Verbrauch des Apfelweins, da er natürlich nicht professionell hergestellt wurde und keinerlei Konservierungsstoffe zugesetzt werden.
Literatur und Material:
Naturerlebnis Streuobstwiese; Streuobst: Ideen- Aktionen- Konzepte; "Zum Anbeißen" Das Hessische Apfelbuch; Vorratshaltung von Obst- und Gemüse; Alte und neue Apfelsorten; Obstgehölze sachgemäß schneiden; Unterrichtsmaterialien HELP Rolf Münzinger, Apfelweinprojekt
Hörspielkassette: Der Apfelbaum erzählt für Kinder

